
In einer Interviewreihe untersuchte ich die Beziehung von Schwarzen Menschen in Deutschland zu ihrer Kleidung. Ausgangspunkt meiner Recherche ist die Frage, inwieweit die von Rassismus geprägte Wahrnehmung von Schwarzen Körpern, Einfluss auf Identitätskonstruktion hat und welche Rolle Kleidung dabei einnehmen kann.
Eine Interviewpartnerin spricht davon, dass sie sich außerhalb Berlins, in Regionen, in denen die rechte Szene besonders präsent ist, ganz anders anzieht. Lange Klamotten und Kapuzenpulli, damit man sie nicht als Schwarze Person erkennen kann.
Die Strategie der Interviewpartnerin Kleidung zu nutzen, um sich vor möglichen Angriffen zu schützen, inspirierte mich über die Rolle von Kleidung am Schwarzen Körper als Schutzfunktion nachzudenken. Ich stelle mir die Frage, wie die Angriffsfläche durch Kleidung irritiert werden könnte. Wie könnte der Blick manipuliert werden, der gesellschaftlich erlernt wurde und über den Körper gelesen und definiert werden?


Auszüge aus dem Kompendium des Projekts
Zitat/Seite 3: Eigene Interviewreihe, Interview 9, Juni 2019
Bildquelle/Seite 1J.D. ‘Okhai Ojeikere Untitled, Lagos 2006
Bildquelle/Seite 1J.D. ‘Okhai Ojeikere Untitled, Lagos 2006

Video: Taner Tumkaya/ www.tanertumkaya.com
Model: Aminata Bouaré
Model: Aminata Bouaré






Semesterprojekt WS19/20, Projektthema: "The Invisible" mit Jana Patz an der kunsthochschule weißensee berlin.